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Produkt 24 von 26 der Kategorie Spanien
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Marqués de Murrieta Capellania Blanco Reserva Rioja 2005
Marques de Murrieta
Von der Einzellage Capellania der berühmten Ygay Weinberge. Mit einer großen Ausdruckskraft der edle Weißwein aus der Rioja. Im Barrique gereift.
Luciano de Murrieta, der Gründer von Marqués de Murrieta, ist der Erste in Rioja, der seine Weine wie in Bordeaux in kleinen Eichenholzfässern ausbaut. Und er füllt sie auch selbst in Flaschen ab - damals geradezu revolutionär. Er ist auch der Erste, der Wein aus dem Ebro-Tal exportiert und weltweit bekannt macht. 1872 weiht er eine neue Kellerei ein, in der auch heute noch die Flaschen reifen. Für seine Pionierarbeit und sein großzügiges wohltätiges Engagement verleiht ihm die spanische Königin Isabella II. den Titel eines Marqués (Markgrafen). 1983 übernimmt Don Vicente Cebrián Sagárriga, Conde de Creixell mit seiner Familie die traditionsreiche Bodega, die inzwischen den Namen ihres Gründers trägt. Dem großem persönlichen Einsatz der Adelsfamilie ist es zu verdanken, dass Marqués de Murrieta auch heute noch einer der führenden Erzeuger in der Rioja ist. |
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| Land: | Spanien | | Anbauregion: | Rioja | | Suchkategorie: | Viura | | Wein-Stil: | Spanien | | Weingut: | Marques de Murrieta | | Alkoholgehalt: | 13,5 % | | Säuregehalt: | 5,5 g/Liter | | Restsüße: | 1,25 g/Liter | | Verschlusstyp: | Kork | | zum Essen ...: | Passt zu geräuchertem Fisch, Pasteten, Reisgerichten und Käse. | | Rebsorte(n): | 100% Viura |
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Weingut-Info:
Am 1. September 1822 wurde in der peruanischen Stadt Arequipa ein Junge geboren. Der Geburtsort des Jungen lag zwar in Peru, das seinerzeit zum spanischen Kolonialreich gehörte, der Vater stammte aber aus Spanien. Was man damals noch nicht wusste: Aus dem Jungen, dem man den Vornamen Luciano Francisco Ramón gab, sollte eine berühmte Persönlichkeit werden, die sich vor allem für die Entwicklung der Weinwirtschaft im Anbaugebiet Rioja zielstrebig und erfolgreich engagierte. Der Vater des Jungen trug den Namen Don Francisco Luciano de Murrieta Ortiz. Er stammte ursprünglich aus dem Baskenland, war als unerschrockener Emigrant nach Peru gekommen und hatte dort eine junge und schöne Bolivierin geheiratet. Er hatte sich darauf eingerichtet, in Lateinamerika zu bleiben und dort sein Glück zu versuchen. Dies dauerte allerdings zunächst nur bis zum Jahr 1824. Nach der Schlacht von Ayacucho war das spanische Kolonialreich in Lateinamerika zerbrochen. Und so begann das Ehepaar ein neues Leben in England, wo es sich in der Londoner Bankenwelt engagierte, um eine wirtschaftliche Grundlage zu schaffen. Durch diese Umstände verlebte der Junge seine Kindheit und später seine Jugend zwischen Lateinamerika und Europa. Eiserne, fast schon militärische Disziplin bestimmte die Erziehung des jungen Luciano Francisco Ramón, der zumeist nur kurz Luciano genannt wurde. Es dauerte nicht lange, da nahm die atemberaubend rasante militärische Karriere des jungen Luciano seinen Anfang. Kaum war er in das spanische Militär eingetreten, wurde er im Jahr 1840 - mit gerade einmal 18 Jahren - zum Major und Adjutant des Generals Espartero befördert, der später die Regentschaft des Königreiches übernahm und zu einer herausragenden Gestalt der spanischen Geschichte wurde. Aus Treue zu seinem Vorgesetzten begleitete der junge Luciano General Espartero, als dieser 1843 ins Exil nach London ging. Das Londoner Exil erwies sich als von Wohlstand und Annehmlichkeiten geprägt. Dazu zählte auch ein erlesenes Angebot an herausragend guten Weinen, allerdings vornehmlich Sherry, Portwein und französische Weine. Nachdem im Jahr 1844 Isabel II. zur Königin Spaniens gekrönt worden war, endete das Londoner Exil. Nun war die Rückkehr nach Spanien, genauer gesagt nach La Rioja möglich, wo sich das Ehepaar Espartero als Förderer dieser Gegend in Nordspanien betätigte. In seinen Memoiren, veröffentlicht in der in Logroño/La Rioja erscheinenden Publikation "El Zurrón del Pobre" formulierte Don Luciano de Murrieta später: "Als wir nach Logroño zurückgekehrt waren, machten wir die Beobachtung, dass vielfach Wein dazu benutzt wurde, um Mörtel herzustellen. Wein war offenbar billiger als Wasser. Es schmerzte uns - den General und mich - sehr, dass ein Reichtum vergeudet wurde, dessen einziges Manko in seiner miserablen Herstellung lag. Diese Verhältnisse weckten in mir den Wunsch, etwas Sinnvolles für diese Region, die ich als meine eigentliche Heimat ansah, zu tun. In der Folge beschloss ich, mir die nötigen Grundkenntnisse für die Herstellung von Wein anzueignen. Aus diesem Grund begab ich mich nach Bordeaux, wo ich annehmen konnte, die erfahrensten Fachleute für die Weinbereitung zu finden." Im Jahr 1848 wurde aus diesem Wunsch Realität. Luciano de Murrieta verbrachte eine recht lange Zeit in Bordeaux. Hier erlernte er die französische Technologie, Weine herzustellen, die sich durch relativ niedrigen Alkoholgehalt auszeichneten, trotzdem aber so gut haltbar waren, dass sie beim Transport nicht verdarben. Damals begann gerade in Frankreich der Siegeszug dieser Weine. Nach der Rückkehr in seine Heimat La Rioja begann unser unerschrockener Pionier damit, auf dem Weingut von Doña Jacinta, der Gattin des Generals Espartero, die ersten Experimente durchzuführen. Entgegen der allgemein verbreiteten Auffassung gelang ihm tatsächlich das erwünschte Produkt: ein vorzüglicher Wein, der die Qualität besaß, über einen langen Zeitraum haltbar zu sein. Aber nicht nur das.Der Wein - so die Herausforderung - sollte sogar in der Lage sein, eine Reise nach Lateinamerika, wo Luciano Murrieta einst geboren wurde, schadlos zu überstehen. Also wurden 100 Fässer mit einem Fassungsvermögen von jeweils 72 Liter mit dem besagten Wein gefüllt und nach Übersee verschifft. 50 Fässer nahmen Kurs auf La Habana/Kuba, die anderen 50 sollten nach Mexiko befördert werden. In seinen Memoiren, die Don Luciano de Murrieta in der in Logroño/La Rioja erscheinenden Publikation "El Zurrón del Pobre" veröffentlichte, schrieb er dazu: "Unglücklicherweise wurde das Schiff, das die 50 für Mexiko bestimmten Fässer an Bord hatte,bei der Einfahrt in den Hafen von Veracruz durch ein Unwetter gegen die Küste gedrückt, wo es sehr bald zerschellte und seine gesamte Ladung verlor. Dagegen kamen die für La Habana bestimmten Fässer wohlbehalten an. Als die dortigen Einheimischen dahinter kamen, welchen außergewöhnlich guten Wein die Fässer enthielten, war der Wein in wenigen Stunden ausverkauft. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Nachricht von dem köstlichen Nektar aus Logroño/La Rioja, der das erste Mal vom spanischen Festland nach Übersee exportiert worden war.
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